Der Moment, in dem Arbeit neu anfängt

Wie sich Mindset, Mediennutzung und Konsum im neuen Job verändern.
Ein neuer Job zählt zu den intensivsten Momenten im Leben. Er markiert einen Übergang, der weit über den beruflichen Kontext hinausgeht: Neue Routinen entstehen, Erwartungen verschieben sich, Sicherheiten werden hinterfragt.
Der aktuelle Deep Dive aus der Studienreihe "The Power of Life-changing Moments" widmet sich diesem besonderen Lebensmoment und zeigt, wie sich Mindset, Mediennutzung und Konsumverhalten in der Phase des beruflichen Neustarts verändern.
Zwischen Aufbruch und Sicherheitsbedürfnis
Der Beginn eines neuen Jobs bringt Menschen in ein Spannungsfeld zwischen Aufbruch und Verunsicherung. Der Wunsch, sich weiterzuentwickeln und Neues zu wagen, trifft auf Fragen nach Stabilität und Zugehörigkeit.
So geben 88 Prozent an, dass ihnen Selbstverwirklichung in dieser Phase besonders wichtig ist, 85 Prozent sind offen für neue Chancen und Herausforderungen. Gleichzeitig sehnt sich die Zielgruppe nach Struktur und Sicherheit: Für 91 Prozent ist ein stabiler Arbeitsplatz von zentraler Bedeutung.
Diese Gleichzeitigkeit aus Veränderungsdrang und Sicherheitsbedürfnis prägt den Moment "(Neuer) Job“ und beeinflusst Entscheidungen sowie Erwartungen.
Informiert bleiben im neuen Arbeitsalltag
Mit dem neuen Job steigt das Bedürfnis, informiert zu sein und im beruflichen Umfeld mithalten zu können. Viele möchten nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch gesellschaftlich und thematisch anschlussfähig bleiben.
Das zeigt sich auch in der Mediennutzung: Personen im Moment "(Neuer) Job“ nutzen Informationsangebote intensiver, etwa ntv.de, das von 14 Prozent intensiv genutzt wird – deutlich häufiger als von Personen ohne Jobwechsel (+4%p). Medien dienen in dieser Phase vor allem der Orientierung und dem Wissensaufbau und werden bewusst in den Arbeitsalltag integriert.
Abschalten und Ausgleich finden
Die neuen Anforderungen des Arbeitsalltags machen Auszeiten wichtiger. Besonders abends wächst der Wunsch, abzuschalten und in andere Welten einzutauchen. 87 Prozent streamen mindestens einmal im Monat (+3%p), 65 Prozent lesen regelmäßig Bücher (+15%p) und 32 Prozent hören monatlich Hörbücher (+12%p). Medien erfüllen damit eine doppelte Funktion: Sie sind gleichermaßen Wissensquelle und Erholungsanker.
Neue Routinen, neue Prioritäten
Mit einem neuen Job verändern sich Routinen, Bedürfnisse – und oftmals auch der finanzielle Rahmen. Viele Menschen nutzen diese Phase, um ihr Leben aktiv neu zu gestalten. Gesundheit und Ausgleich gewinnen spürbar an Bedeutung: 68 Prozent versuchen, sich durch regelmäßige sportliche Betätigung fit zu halten (+11%p), und 95 Prozent kaufen Sport- oder Outdoorbekleidung (+6%p). Der Alltag wird strukturierter, bewusster – und Marken aus dem Sport- und Wellnessbereich finden hier einen besonders empfänglichen Moment.
Zukunftsplanung rückt in den Fokus
Der neue Job vermittelt nicht nur Anerkennung und Zugehörigkeit, sondern oft auch mehr Einkommen. Damit eröffnen sich neue Spielräume: 54 Prozent rechnen mittelfristig mit einer deutlichen Verbesserung ihrer Vermögenssituation (+25%p). Genau jetzt nutzen viele die Chance, Vorsorge und Geldanlage ernster zu nehmen. 16 Prozent planen, in Aktien oder ETFs zu investieren.
Ein relevanter Moment für Marken
Die Zielgruppe ist wissbegierig, motiviert, offen für Neues – und gleichzeitig auf der Suche nach Orientierung, Balance und guten Entscheidungen. Eine seltene Kombination, die Marken gezielt nutzen können: mit kompetenzstärkenden Inhalten am Tag, entspannenden Angeboten am Abend und relevanten Lösungen dort, wo gerade wirklich Veränderung stattfindet.
Kurz: Wer Menschen in dem Moment begleitet, in dem Arbeit neu anfängt, verankert sich genau dann, wenn Weichen gestellt werden – emotional und rational.
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