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15. September 2026

Neue Perspektiven auf die Generation 50Plus

Neue Perspektiven auf die Generation 50Plus

Die Screenforce‑Studie "50 Plus & Schluss?" räumt mit gängigen Klischees zur Altersgruppe 50+ auf. Diese Zielgruppe ist kaufkräftig und fühlt sich oft deutlich jünger. Marken sollten hier auf Augenhöhe kommunizieren und Stereotype vermeiden.

Keine andere Altersgruppe ist so wenig erforscht – und zugleich so stark mit Vorurteilen behaftet – wie die über 50-Jährigen. Dabei stellen sie fast die Hälfte der deutschsprachigen Bevölkerung und gehören zu den kaufkräftigsten Zielgruppen überhaupt: Allein im Lebensmitteleinzelhandel verantworten sie bereits mehr als 57 Prozent des Umsatzes.

Aber wer sind diese Menschen wirklich?

Sind sie tatsächlich so markentreu, wie oft behauptet wird? Oder so wenig digital, wie viele annehmen? Die von Ines Imdahl vom rheingold salon initiierte Initiative 50Plus setzt genau hier an. Gemeinsam mit Screenforce, Gerolsteiner Brunnen und Procter & Gamble will sie mit überholten Vorstellungen aufräumen – differenziert, tiefenpsychologisch fundiert und auf einer starken Datenbasis.

Screenforce bringt Licht ins Dunkel

Die Ergebnisse der tiefenpsychologischen und repräsentativen Forschung im Auftrag von Screenforce zu Narrativen und Vorurteilen gegenüber Menschen über 50 zeigen, wie sehr diese Zielgruppe unterschätzt wird – gerade auch in der Werbung.

Vor allem das Bild jüngerer Menschen von der Generation 50Plus weicht häufig deutlich von deren eigenem Selbstverständnis ab. So fühlen sich heutige 70-Jährige im Durchschnitt wie 57. Sie erleben sich als aktiv, selbstbewusst und lebensfroh.

Viele empfinden diese Lebensphase als eine Zeit neuer Freiheit: mit der Erfahrung und Gelassenheit des bisherigen Lebens – und zugleich mit Offenheit für Neues, Veränderung und alternative Lebensmodelle. Sie sehen sich selbst als „mittendrin im Leben“. Ein Selbstverständnis, das in der heutigen Werbung noch viel zu selten sichtbar wird.

Was erwartet die Generation 50Plus von Markenkommunikation?

Menschen ab 50 wollen nicht belehrt oder über ihr Alter definiert werden. Sie erwarten Kommunikation auf Augenhöhe und Geschichten mit emotionaler Tiefe, die inspirieren und berühren.

Hochwertige, filmische Inszenierungen sind dabei ebenso willkommen wie glaubwürdige Testimonials. Entscheidend ist eine authentische Darstellung – ohne stereotype Rollenbilder oder überzeichnete Werbehelden.

Marktforschung als Kompass

Gerade bei dieser Zielgruppe lohnt es sich, Kampagnen frühzeitig zu testen und genau hinzuhören: Welche Geschichten erzeugen Resonanz? Welche Tonalität wirkt glaubwürdig? Und welche Bilder treffen tatsächlich das Lebensgefühl der Menschen?

So wird Werbung für die Generation 50Plus nicht nur sichtbar, sondern relevant – und damit wirksam.

Warum ein differenzierter Blick auf diese wichtige Zielgruppe längst überfällig ist

Erste Ergebnisse der Studie wurden bereits auf der DMEXCO 2025 vorgestellt und stießen dort auf großes Interesse. Nun liegen weitere Erkenntnisse aus der zweiten Forschungswelle vor, die erstmals am 23. September 2026 auf der Future TV Stage der DMEXCO präsentiert werden.

Die neue Studie geht noch stärker in die Tiefe. Untersucht wurde unter anderem, wie sich Einstellungen und Lebensgefühl innerhalb der Generation 50Plus unterscheiden – etwa zwischen Menschen, die noch aktiv im Berufsleben stehen, und solchen, die bereits im Ruhestand sind. Auch die differenzierte Betrachtung von Frauen und Männern liefert neue Erkenntnisse darüber, wie vielfältig diese große Zielgruppe tatsächlich ist.

Die zentrale Erkenntnis für Unternehmen, Marken und Werbetreibende: Die Generation 50Plus ist keine homogene Zielgruppe – aber eine mit enormem Potenzial. Wer sie weiterhin über vereinfachte Altersbilder anspricht oder kommunikativ vernachlässigt, verschenkt Chancen.