Ein Blick in die Kabine der Avatar-Elf für LIDL
Hinter jedem tagesaktuellen Spot für LIDL steckt weit mehr als Technologie: Menschen, Ideen und Prozesse, die ihn überhaupt erst möglich machen. Werft hier einen Blick hinter die Kulissen der Avatar-Elf für LIDL.
Gemeinsam mit der Ad Alliance startete Lidl in Deutschland zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 eine KI-gestützte Kampagne in reichweitenstarken RTL-Umfeldern. Rund um die Spieltage melden sich eigens entwickelte KI-Avatare wie zum Beispiel "Willy Würstchen" aus einem fiktiven News-Studio, kommentieren das aktuelle WM-Geschehen und verbinden dieses mit passenden Lidl-Angeboten sowie kulinarischen Aktionswochen. Doch hinter jedem tagesaktuellen Spot steckt weit mehr als Technologie: Menschen, Ideen und Prozesse, die ihn überhaupt erst möglich machen.
Mit unseren Kollegen Elias und Yannick aus dem Ad + Concept Studio sprechen wir über die einzigartige WM-Kampagne und zeigen,
- wie die Idee zur Avatar-Elf entstanden ist,
- welche Rolle KI im kreativen Prozess wirklich gespielt hat,
- warum menschliche Kreativität unverzichtbar bleibt und
- wie aus aktuellen Spielmomenten in kürzester Zeit neue Spots entstehen.
Behind the Scenes der Avatar-Elf
Wie entstand die Idee hinter der KI-Avatar-Elf?
Elias: “Wir hatten ein relativ simples Briefing: Wir sollten Spots entwickeln, die tagesaktuell auf das reagieren, was bei der Fußball-WM passiert, und dabei die passenden Angebote von Lidl aufgreifen. Menschen funktionieren nicht so richtig mit KI – vor allem dann nicht, wenn man sehr schnell produzieren muss. Deshalb sind relativ schnell die ersten Avatare entstanden.”
Yannick: “Die fanden wir sofort super witzig und super süß. Irgendwann haben wir das Ganze zu einem Konzept zusammengefügt und dem Kunden vorgestellt. Und der war genauso verliebt wie wir.”
Elias: “Ich würde sagen: Es war ein Perfect Match.”
Wie wurde die tagesaktuelle Umsetzung rund um die Fußball-WM organisiert?
Yannick: “Man muss natürlich schauen: Welche Spiele laufen? Wann laufen sie? Und wie kurzfristig bekommen wir den Spot am Ende produziert? Das hat aber nur funktioniert, weil wir schon vor der Weltmeisterschaft ein sehr gutes Grundgerüst entwickelt hatten. Wir hatten ein fertiges Setting, das wir tagesaktuell anpassen und auf die jeweiligen Spiele reagieren konnten.”
Elias: "Am Ende kommt es auf das perfekte Zusammenspiel von Konzeption, Produktion und Mediaplanung an. Genau das war der Schlüssel zum Erfolg."
Welche Rolle spielte KI im kreativen Prozess – und wo blieb menschliche Expertise unverzichtbar?
Elias: “Ich glaube, man kann sagen, dass KI für uns vor allem als Inspirationsquelle eine wichtige Rolle spielt. Die Möglichkeiten, die sie heute bietet, eröffnen uns ganz neue kreative Wege. Nur mit KI konnten wir diese 3D-Avatare überhaupt umsetzen – mit einem klassischen Produktionsaufwand wäre das in dieser Geschwindigkeit und Effizienz nicht möglich gewesen. Alles, was darüber hinausgeht – also die finale Gestaltung und Produktion der Assets –, ist aber echte Teamarbeit. KI unterstützt uns, ersetzt den kreativen Prozess aber nicht.”
Yannick: “Ein schönes Beispiel ist einer unserer Avatare mit bayerischem Dialekt - Laurenz Laugenstange: Die Stimme stammt tatsächlich von unserem Kollegen Flo. Mithilfe von KI wurde sie anschließend verarbeitet und auf den Avatar übertragen.”
Welche neuen Prozesse und Workflows waren notwendig, um die Kampagne in dieser Geschwindigkeit umzusetzen?
Elias: “Wir mussten im Grunde einen komplett neuen Produktionsworkflow entwickeln. 30-sekündige Spots so kurzfristig zu produzieren – das gab es in dieser Form vorher einfach nicht. Auch so kurze Freigabeschleifen sind eher unüblich. Deshalb haben wir eine sehr klare Spotstruktur entwickelt, auf der wir immer wieder aufbauen konnten. Das war ein entscheidender Erfolgsfaktor.”
Yannick: "Genauso wichtig waren aber der Pragmatismus aller Beteiligten, schnelle Entscheidungen, kurze Freigabewege und vor allem der große Wille, diese Kampagne gemeinsam erfolgreich zu machen. Auf Kundenseite gab es eine enorme Offenheit – und genau das hat dieses Projekt möglich gemacht."
Welche Learnings und Überraschungen gab es während der Entwicklung?
Elias: “Ich würde sagen, das größte Learning war, dass gar nicht die Bildkomponente die größte Herausforderung war. Viel anspruchsvoller waren die Stimmen, die Konsistenz und die Dynamik – also am Ende das Gefühl, dass der Spot wirklich wie ein klassischer TV-Spot wirkt. Um dieses Niveau zu erreichen, brauchte es vor allem eines: Teamwork. Wir haben Prozesse kontinuierlich weiterentwickelt, dazugelernt und immer wieder nachjustiert. Genau das ist das Schöne an so einer Kampagne: Man lernt während der Umsetzung ständig dazu. Gerade bei der Dynamik haben wir uns von Spot zu Spot noch einmal deutlich verbessert.”
Yannick: “Heute sind wir an einem Punkt, an dem sich die Ergebnisse qualitativ klar von dem unterscheiden, was viele mit generischen KI-Inhalten verbinden.”
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