8. September 2026

Was hinter dem Stream steckt

Was hinter dem Stream steckt

Von Binge-Watching bis Second Screen: Neue GIK-Daten geben Einblick in den Streaming-Alltag der Deutschen.

Wie streamt Deutschland? Der neue b4p Trendreport "Streaming" der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) nimmt den Bewegtbild-Alltag der Menschen genauer unter die Lupe. Und hinter dem Stream ist einiges los: Der Fernseher bleibt zentrale Streaming-Oberfläche, Content gibt den Takt vor und Werbung ist längst mit im Stream.

Streaming wird auf dem großen Bildschirm groß

Streaming gleich Smartphone? Von wegen. 68 Prozent nutzen den Fernseher zum Streamen, 84 Prozent schauen Filme und Serien am liebsten auf einem großen Bildschirm. Und dort wird Zeit verbracht: 55 Prozent der Abo-Streamenden verbringen an einem durchschnittlichen Nutzungstag mindestens eine Stunde damit – ein Viertel sogar zwei Stunden oder mehr.

Gleichzeitig gehört der Second Screen zum Streaming-Alltag: 31 Prozent nutzen häufig oder immer parallel ein weiteres Gerät, weitere 32 Prozent zumindest manchmal. Streaming verbindet damit Lean-back auf dem großen Bildschirm mit den Möglichkeiten digitaler Nutzung.

Hauptsache Content – mit klaren Profilen

Ob linear oder gestreamt? Für 80 Prozent ist das grundsätzlich zweitrangig. Entscheidend ist der Inhalt. Gleichzeitig werden die einzelnen Streaming-Anbieter mit unterschiedlichen Content-Welten verbunden. Während die internationalen Anbieter eher für Filme und Serien stehen, punktet RTL+ insbesondere mit Reality-Formaten, Serien und Unterhaltungsshows. Sky besitzt ein klares Sportprofil und wird daneben auch mit Filmen und Serien verbunden. Damit vereint das von Ad Alliance vermarktete Bewegtbildportfolio unterschiedlich profilierte Contentwelten – von Entertainment und Fiction bis zu Live-Sport.

Tabelle mit Nutzervorlieben für Streaming-Anbieter und deren Angebote in verschiedenen Kategorien.

Werbung ist längst mit im Stream

Auch im Abo-Streaming ist Werbung fest verankert. Rund 60 Prozent nutzen RTL+ mit Werbung. Beim Streamingangebot WOW entscheidet sich mit 56 Prozent ebenfalls eine Mehrheit für die werbefinanzierte Variante. Auch bei anderen großen Angeboten ist werbefinanzierte Nutzung weit verbreitet: Bei Prime Video liegt der Anteil bei 74 Prozent, bei Joyn bei 59 Prozent und bei Netflix bei 51 Prozent.

Und die Daten zeigen: Es kommt auf die Ausgestaltung an. 70 Prozent finden Werbung vor dem Start eines Videos akzeptabel, für 69 Prozent ist ein günstigeres Abo mit Werbung attraktiver als ein teureres ohne. 54 Prozent akzeptieren Werbung eher, wenn sie zu ihren Interessen passt – ebenso viele finden kurze Werbeunterbrechungen beim Streaming in Ordnung.

Grafik mit Prozentangaben zur Werbeakzeptanz bei Streaming-Diensten.

Unterschiedliche Nutzung, vielfältige Möglichkeiten für Marken

Der b4p Trendreport macht deutlich: Streaming ist nicht der eine Nutzungsmoment. Plattform, Content, Screen und Situation prägen, wie Bewegtbild konsumiert wird.

Für die Vermarktung entsteht daraus ein vielfältiger Bewegtbildraum: starke Nutzung auf dem Big Screen, klar profilierte Contentangebote und Streamingreichweiten, in denen Werbung längst fest verankert ist. Für Marken eröffnen sich damit unterschiedliche Möglichkeiten, Menschen passend zu Content und Nutzungssituation zu erreichen.

Alle Ergebnisse gibt es im vollständigen GIK b4p Trendreport.

Zum Streaming-Report.