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23. Juni 2026

Follow the Feelings: Emotionen als Schlüssel zu wirksamer Werbung

Follow the Feelings: Emotionen als Schlüssel zu wirksamer Werbung

Die neue Studie von Screenforce und eye square zeigt: Es gibt einen deutlichen Zusammenhang zwischen emotionalen Reaktionen und der Wirkung von Werbung – vor allem im TV.

Gute Werbung muss nicht nur auffallen, sondern bei den Menschen etwas auslösen. Aber welche Emotionen machen Werbung tatsächlich wirksam und wie können Werbungtreibende das konkret für sich nutzen? Diese Fragen beantworten Screenforce und eye square mit der neuen Studie „Follow the Feelings“, die erstmals die Kraft emotionaler Ansprache in den Mittelpunkt rückt. 

Emotionen machen Werbung wirksam

Sie verfolgt den gesamten Weg der Emotionen von grundlegenden Mustern über relevante Zusammenhänge bis hin zu einem detaillierten Verständnis gestalterischer Ansätze. Das Ergebnis ist ein neuer Blick auf das Zusammenspiel von Emotion und Wirkung – und darauf, wie und warum Emotionen eine aktive Rolle bei effektiver Werbung spielen. Die zentrale Erkenntnis: Positive Emotionen sind ein entscheidender Treiber für Werbeerfolg.

KI-Tool analysiert 48 emotionale Nuancen

Dahinter steckt das KI-gestützte Messverfahren „Hume AI“: Es analysiert Gesichtsaufnahmen von Personen während der Medien- und Werberezeption mithilfe computerbasierter Erkennungsverfahren und kann zwischen 48 unterschiedlichen emotionalen Nuancen unterscheiden. Damit wurden frühere Screenforce-Studien mit mehr als 10.000 Werbekontakten neu ausgewertet. So zeigte sich: Es kommt nicht nur darauf an, wie viele Emotionen ausgelöst werden, sondern auch welche. Und beweist damit einmal mehr, dass kreatives und emotionales Storytelling unerlässlich ist, um im Zeitalter von Performance-Optimierung und KI-generierter Durchschnittlichkeit effizient zu bleiben.

Emotionen steigern die Werbe-KPIs - aber viel hilft nicht viel

Das heißt konkret: Es gibt einen deutlichen Zusammenhang zwischen emotionalen Reaktionen und der Wirkung von Werbung. Erinnerung, Gefallen und vor allem Kaufabsicht, der am schwersten zu beeinflussende Wirkungs-KPI, profitieren von einer emotionalen Ansprache der Werbung. 

Das richtige Maß zählt

Dabei kommt es aber auch auf das richtige Maß an. Zu viele Emotionen können überfordern, zu wenige wirken schnell langweilig. Das optimale Maß liegt laut Studie im mittleren Bereich – bei rund 22 ausgelösten Emotionen pro Spot. Und zwar positive, denn negative Emotionen wirken kontraproduktiv: Was den Zuschauenden nicht gefällt, wird schlechter erinnert und oft gar nicht erst aufmerksam verfolgt.

Das Bild zeigt ein Diagramm, das die Beziehung zwischen der Anzahl ausgelöster Emotionen und der Erinnerungshäufigkeit darstellt. Die x-Achse repräsentiert die Anzahl der Emotionen, während die y-Achse die Häufigkeit der Erinnerung in Prozent angibt. Ein schwarzer Bogen zeigt den optimalen Bereich bei 22 Emotionen an, wo die Erinnerungshäufigkeit am höchsten ist. Bereiche links und rechts vom Optimum sind als 'emotional zu wenig' und 'emotional zu viel' gekennzeichnet.
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Storytelling schafft Wirkung

Besonders wirkungsvoll sind ein emotionales Storytelling, sympathische Protagonisten, Humor und ein starkes Audio-Branding wie bekannte Songs. Auch Nachhaltigkeit zahlt positiv auf die Emotionen ein: Mit gutem Gefühl kauft es sich eben leichter. Die beste Zeit für emotionale Werbung liegt zwischen 18 und 22 Uhr. Tagsüber oder spätabends fällt es emotionalen Geschichten deutlich schwerer, durchzudringen.

Starke Wirkung im TV

Spannend ist auch der Blick auf die Mediennutzung: Im TV entfalten emotionale Spots eine besonders starke Wirkung, in entspannter Lean Back-Situation kommen sie besonders zum Tragen. Typisch TV eben: große Bilder, große Gefühle, große Wirkung. 

Das Bild zeigt drei Diagramme, die den Einfluss positiver Emotionen auf die Kaufabsicht in verschiedenen Medienkanälen darstellen: TV, BVOD und YouTube. Jedes Diagramm zeigt auf der x-Achse den positiven Emotions-Faktor und auf der y-Achse die Kaufabsicht. Im TV-Diagramm ist eine positive Korrelation von r=0,152 zu erkennen, dargestellt durch grüne Punkte und eine Trendlinie. Die BVOD- und YouTube-Diagramme zeigen hingegen schwache, nicht signifikante Korrelationen von r=0,032 und r=0,067, dargestellt durch orange und rote Punkte. Die Daten stammen von einer Analyse von eye square und Screen Force.
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Fazit

Die Ergebnisse von „Follow the Feelings“ verdeutlichen, dass Emotionen weit mehr sind als ein kreatives Stilmittel. Sie sind ein zentraler Hebel für erfolgreiche Werbewirkung. Positive Gefühle steigern Erinnerung, Sympathie und Kaufbereitschaft und machen Werbung nachhaltiger wirksam. Für Marken bedeutet das: Wer Menschen emotional erreicht, schafft die Grundlage für langfristigen Kommunikationserfolg. Und gerade TV bietet dafür die besten Voraussetzungen – mit großen Bildern, starken Geschichten und einer Umgebung, in der Emotionen besonders gut wirken können.

Info Icon

Methode Follow the Feelings Studie:
Analyse von 48 emotionalen Nuancen während der Spot-Rezeption bei mehr als 10.000 Werbekontakten mittels KI-gestütztem Messverfahren (Hume AI) durch das Institut eye square.

Studie zum Download

Follow the Feelings Studie
pdf - 6 MB  (17.06.2026)

Im Rahmen der Gattungsinitiative Screenforce wurde ein Webinar zur Studie durchgeführt, zum Mitschnitt geht es hier:

Webinar zur Studie