Kommunikation nach Noten

Die Rolle von Musik in der Werbung wird unterschätzt. Ein neuer Studienansatz dokumentiert den starken Einfluss auf die Werbewirkung.
Musik bleibt im Kopf
Wenn man sagen kann, an welches Werbelied aus dem Fernsehen man sich noch erinnert, steht fest, zu welcher Fernsehgeneration man gehört.Wer von den vor 1980 Geborenen könnte nicht den Song vom "Zott Sahne Joghurt" nachsingen? Oder das "Käpt’n Iglo"-Lied? Das Wiedererkennen von Liedern und die Verknüpfung mit Absendermarken unterliegt kaum dem Vergessen, ähnlich wie Gerüche.
Marken, die ihre Anker akustisch in der Kindheit der Verbraucher festgemacht haben, profitieren ein Leben lang von dieser Investition.
Musik emotionalisiert
Musik ist einer der stärksten Emotionalisierer, die man sich denken kann. Kinder wie auch Erwachsene reagieren stark auf Musik, Sounduntermalung, Jingles oder verschiedene Sprecherstimmen. Dabei fällt auf: Spielt die Musik im Spot eine prägnante Rolle, kann sie nicht nur ausgeprägte emotionale Nähe bewirken, sondern auch zu gesteigerter Wahrnehmung von Relevanz und Attraktion führen.
Das zeigte sich im Rahmen der Kinderwelten 2018 an den getesteten Spots von Iglo, Mirácoli, nimm2 soft und PAULA, in denen musikalische Elemente die Kinder zum Mitmachen animierten.
* Fusion aus psychophysiologischer Emotionsmessung und tiefenpsychologischer Analyse
Dieser Artikel basiert auf dem Vortrag von Markus Küppers, september Strategie & Forschung, "Kommunikation nach Noten - Die Rolle von Musik in der Werbung" anläßlich der Fachtagung Kinderwelten 2018.
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