Nutzer-Consent

Umstellung auf Nutzer-Consent

Die Publisher und Sender der Ad Alliance stellen die Vermarktung auf Consent um. Das bedeutet, ein Nutzer muss aktiv seine Zustimmung geben, bevor seine Daten für die Werbevermarktung erhoben, verarbeitet oder weitergegeben werden dürfen. Hiervon sind auch Agentur-Tracker bzw. Tracker von Direktkunden betroffen.

Registrierung im IAB TCF v2.0 und im Ad Alliance Vendor Tool

Damit wir auch nach der Einführung des Consent Ihre Kampagnen mit Ihrem eigenen Tracking (bzw. dem Ihrer Dienstleister) umsetzen können, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Technische Dienstleister (Vendoren) müssen im TCF v2.0 (Transparency and Consent Framework des IAB) registriert sein.
    Wie viele andere Publisher werden auch die Publisher im Ad Alliance Portfolio diese Technologie nutzen. Ihre Dienstleister müssen daher im TCF v2.0 registriert sein, damit unsere Publisher den Consent für sie einholen können.
    Weitere Informationen zum TCF gibt es hier:
    https://iabeurope.eu/transparency-consent-framework
  2. Agenturen/ Kunden und technischen Dienstleister müssen sich zusätzlich im Ad Alliance Vendor Tool registrieren.
    Da auf den digitalen Angeboten der Ad Alliance Tracker von Ihnen eingesetzt werden, müssen wir sicherstellen, dass dies rechtskonform passiert. Mit diesem Tool schaffen wir Transparenz darüber, welche Agenturen/ Kunden mit welchen Dienstleistern zusammenarbeiten. Die Verwaltung dieser Informationen über Excel-Tabellen, Word-Dokumente oder E-Mails sind bei einem großen Portfolio, wie dem der Ad Alliance, nicht mehr zu handhaben. Daher findet die Verwaltung dieser Informationen ausschließlich in unserem neuen Tool statt.
    Das online Tool finden Sie hier:
    https://dsgvo.ad-alliance.de
  • 1. Technische Dienstleister registrieren sich im Ad Alliance/ Media Impact Tool als TECH VENDOR und geben dort Informationen an, die wir als Vermarkter in unseren Datenschutzerklärungen angeben müssen.
    https://dsgvo.ad-alliance.de
  • 2. Als Agentur oder Direktkunde legen Sie ein online Profil als AGENCY an und wählen aus der drop-down Liste die Dienstleister aus, die Sie für Buchungen bei Ad Alliance und/oder Media Impact einsetzen. Sollte einer Ihrer Dienstleister in dieser Liste nicht vorhanden sein, leiten Sie bitte den Link zum Tool weiter mit der Aufforderung, sich zu registrieren. Die Aufforderung zu Registrierung kann nicht durch die Ad Alliance übernommen werden.
    https://dsgvo.ad-alliance.de

Was bedeutet Consent-Einführung?

Die Umstellung auf Consent bedeutet, dass für das Setzen/ Lesen von Cookies und weiteren lokalen Speichermöglichkeiten (wie localStorage) und das Erheben und Verarbeiten von personenbezogenen Daten vorab die Zustimmung des Nutzers eingeholt werden muss.

Auf welchen Angeboten wird Consent eingeholt?

Die Einführung des Consent erfolgt auf allen Angeboten, die durch Ad Alliance vermarktet werden:

Desktop, MEW, Mobile Apps, SmartTV Apps: Einsatz TCF v2.0

ATV: Eigene technische Lösung ohne TCF, da hier nur wenige ausgewählte Vendoren zugelassen werden.

Durch die transparente und vollständig durch Ad Alliance administrierte Wertschöpfungskette im ATV gibt es weniger datenverarbeitende Akteure, weshalb die Handhabung des Consent im ATV (im Vergleich zu anderen digitalen Kanälen) wenig komplex ist. Dementsprechend findet das TCF in unserer ATV-Vermarktung keine Verwendung und die Registrierungen im TCF v2.0 sowie im Ad Alliance Vendor-Tool entfallen.

Wie wird die Zustimmung des Nutzers eingeholt?

Bei Aufruf des Angebots eines Publishers (Website, MEW, App) oder Senders, wird dem Nutzer ein überlagerndes Zustimmungsfenster angezeigt. In den meisten Fällen wird mittig ein Layer ausgespielt, es sind aber auch Consent Leisten am unteren Bildschirmende denkbar. Bei der Consent Abfrage für ATV wird ein Banner im unteren Bereich des Fernsehers angezeigt. Der Nutzer kann sofort seine Zustimmung erteilen oder über den Button Einstellungen weitere Einstellungen vornehmen. Z.B. Consent nur für bestimmte Vendoren oder Verwendungszwecke geben.

Das Bild zeigt die Webseite des Senders VOX mit einem Pop-up-Fenster, das die Zustimmung zur Verwendung von Cookies und anderen Technologien anfordert. Im Hintergrund ist ein Banner für die Sendung 'First Dates' zu sehen. Auf der rechten Seite gibt es einen Hinweis auf verpasste Sendungen, die auf TVNOW nachgesehen werden können. Die Webseite bietet Optionen für die Verwaltung der Datenschutzeinstellungen, einschließlich personalisierter Anzeigen und Inhalte.
#!#
VOX,Cookies,Datenschutz,Zustimmung,First Dates,Sendung,TVNOW,Pop-up,Webseite,Einstellungen

In der Kategorie Grundlegende Verwendungszwecke sind die Vendoren aufgeführt, die für den Betrieb des Angebots unerlässlich sind. Diese kann der Nutzer nicht abwählen. Alles andere steht auf „Aus“ und muss „Ein“-geschaltet werden. Seine Auswahl gilt nur für das besuchte Angebot und wird nicht z.B. von RTL.de auf n-tv.de übertragen. Bei ATV gilt der Consent i.d.R. für eine Sender-Gruppe.

Sobald der Nutzer eine Wahl getroffen hat, kann er auf den Content zugreifen. Der Consent gilt von Mitte August an bis mindestens 31.12.2020. Löscht er seine Cookies in dieser Zeit und besucht das Angebot erneut, gilt er als neuer Nutzer und bekommt den Layer wieder angezeigt.

Welche Auswirkungen hat die Consent-Einführung auf das Produktangebot der Ad Alliance?

Die Einführung von Consent hat keine Einschränkungen hinsichtlich des Produktangebots der Ad Alliance. Es werden weiterhin alle Produkte buchbar sein. Es werden zusätzlich weitere spezielle Produkte für die Vermarktung der non-Consent Reichweite entwickelt.

Welche Auswirkungen hat die Consent-Einführung auf die buchbare Reichweite?

Die buchbare Reichweite wird sich durch die Einführung des Consent nicht verändern. Auch Reichweite ohne Consent kann mit speziellen Produkten gebucht werden. Entsprechende Produkte gibt es schon und das Angebot wird derzeit erweitert. Zudem setzen wir auch datenschutzkonforme Methoden ein, um eine Werbeausspielung ohne Consent zu ermöglichen.

Verändern wird sich jedoch die Reichweite, die mit personalisierter Werbung gebucht werden kann. Hier rechnen wir mit ca. 15% weniger Reichweite. Dies kann sich bei In-Stream Kampagnen mit sehr spitzen Zielgruppen und bei Buchungen im vierten Quartal bemerkbar machen. Bei In-Page und Out-Stream Kampagnen erwarten wir nur in Ausnahmefällen Engpässe in der Reichweite.

Für ATV gehen wir im Allgemeinen davon aus, alle Kampagnen ordnungsgemäß ausliefern zu können. Dennoch ist hier jedes Kampagnensetup individuell zu betrachten.

Bei neuen Angeboten für den Zeitraum ab Mitte August wird dies berücksichtigt – Werbekunden müssen bei den Angeboten der Ad Alliance keine Reichweiten abziehen.

Hat die Consent-Einführung Auswirkungen auf die Werbemittel-Spezifikationen?

Ja, alle Werbemittel (nicht für ATV) müssen ab dem 15.08. TCF konform bereitgestellt werden.

Alle URL-basierten Komponenten eines Werbemittels (z.B. VAST Redirect, Pixeltracker) müssen zur Verarbeitung des TC Strings das IAB Makro gdpr_consent=${GDPR_CONSENT_XXX}

enthalten, wobei XXX die numerische Vendor ID lt. globaler Vendorenliste des IAB darstellt.

Beispiel:

Pixeltracker ohne IAB Makro eines Vendor mit ID 123:

http://vendor-a.com/key1=val1&key2=val2

Dieser Pixeltracker inkl. IAB Makro:

http://vendor-a.com/key1=val1&key2=val2&gdpr_consent=${GDPR_CONSENT_123}

Weitere Infos: hier

Ich setze einen technischen Dienstleister ein, der nicht im TCF v2.0 registriert ist – führt das zu Problemen?

Mit Einführung des Consent im Portfolio der Ad Alliance werden nur noch Dienstleister akzeptiert, die im TCF v2.0 registriert sind. Es wird zu Beginn übergangsweise Ausnahmen geben. Hierfür werden Vendoren als sog. Custom Vendoren in der Consent Management Plattform (CMP) angelegt.

Wie stellt Ad Alliance sicher, dass nur TCF v2.0 registrierte Vendoren eingesetzt werden?

Um das TCF v2.0 nutzen zu dürfen, müssen Consent Management Plattformen (CMP) vom IAB zertifiziert werden. In dieser CMP stehen dann nur die Vendoren zur Auswahl, die im TCF v2.0 registriert sind. Für die Consent Abfrage werden nur die Vendoren ausgewählt, die in der Global Vendor Liste zur Verfügung stehen. Zu Beginn wird die Ad Alliance übergangsweise Ausnahmen zulassen, und nicht registrierte Vendoren als sog. Custom Vendoren in der CMP anlegen.
Wird ein Vendor im Hintergrund eingesetzt, der nicht im TCF v2.0 registriert und kein Custom Vendor ist, wird dieser erkannt und geblockt.

Wie geht Ad Alliance mit relevanten Dienstleistern wie z.B. Nielsen um, die mit ihrem Dienst Nielsen Digital Ad Ratings nicht im TCF v2.0 registriert sind?

Wir sind seit einigen Wochen im Austausch mit Nielsen und drängen auf eine baldige Registrierung im TCF v2.0. Ob und wann dies erfolgen wird, ist derzeit noch offen. Wir werden Nielsen als sog. Custom Vendor in der Consent Abfrage aufnehmen und eine individuelle Lösung umsetzen, die den Anforderungen der DSGVO gerecht wird. Dies ist als Übergangslösung zu verstehen, die in dieser besonderen Ausnahme umgesetzt wird.

Welche Bedeutung hat das Ad Alliance Vendor Tool, in dem sich Agenturen/ Kunden und technische Dienstleister registrieren sollen?

Das Ad Alliance Vendor Tool ersetzt die bisherige manuelle Verwaltung (E-Mail Excel-Tabellen) von Informationen zu technischen Dienstleistern, die im Portfolio der Ad Alliance eingesetzt werden. Da noch nicht alle Vendoren, die im Portfolio der Ad Alliance eingesetzt werden, registriert sind, werden wir weiterhin Agenturen/ Kunden und technische Dienstleister dazu auffordern, eine Registrierung vorzunehmen.
Techn. Dienstleister (Vendoren) geben im Tool folgende Informationen an:

  • Firmenname + Adresse
  • Service Name
  • Sitz in der EU / nicht EU
  • Datentransfer zu nicht-EU Länder?
  • Kontakt des Datenschutzbeauftragten (Name, Telefonnummer, E-Mail)
  • Service Beschreibung allgemein und in einer „user-friendly“ Version
  • Tracker Domains, OptOut URL, Privacy Policy URL
  • TCF v2.0 Support: Vendor ID? Welche Purposes nutzt der Vendor und auf welcher Rechtsgrundlage (LI oder Consent)
  • Welche Art von Daten werden verarbeitet?
  • Angabe der Vendor Cookies
  • Cookie Sync? ja/nein

Agenturen/ Kunden geben folgende Informationen an:

  • Firmenname + Adresse
  • Service Name
  • Sitz in der EU / nicht EU
  • Datentransfer zu nicht-EU Länder?
  • Kontakt des Datenschutzbeauftragten (Name, Telefonnummer, E-Mail), Privacy Policy URL
  • Agenturen/ Direktkunden wählen aus der Vendor-Liste ihre eingesetzten Vendoren ein und geben Informationen über die Zusammenarbeit an (Fehlt ein Vendor, müssen Agenturen/ Direktkunden diesen kontaktieren, damit er sich registriert)
  • Netzwerk-Agenturen können ihre Unter-Agenturen im Profil unter „Associated Agencies“ auflisten
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Bei Fragen zu dem Thema können Sie sich jederzeit bei uns melden unter
consent@ad-alliance.de