"Mapping the Moods“ erweitert Verständnis von Bewegtbild

Mit der neuen Studie präsentiert Screenforce die erste umfassende Vermessung der Videolandschaft in Deutschland. 

"Mapping the Moods" baut auf der letztjährigen Screenforce-Studie "Track the Success" auf, die belegt, dass die Rezeptionssituation einen entscheidenden Einfluss auf die Wahrnehmung und Wirkung von Werbung hat. "Mapping the Moods" knüpft daran an und identifiziert 10 distinkte typische Nutzungsmuster (Moods), die über Tageszeiten und Genres weit hinaus gehen und psychologische Komponenten der Videonutzung einbeziehen. Ein Kernergebnis: Live-TV deckt sämtliche Motivlagen der Videonutzung ab. Bei SVOD ist das Spektrum deutlich kleiner, was auch Implikationen für die Möglichkeiten der optimierten Werbeplanung hat.

10 unterschiedliche Nutzungsmuster beim Bewegtbildkonsum

Ausgangspunkt der Studie, die wie die Vorgängerstudie von dem Marktforschungsinstitut eye square durchgeführt wurde, war die zentrale Fragestellung, wer wann, wie, warum und mit wem welche Video-Angebote nutzt. In welcher Stimmung sind die Menschen und was machen sie nebenbei? Im Rahmen einer detaillierten Tagebuchstudie (Modul 1) und einer darauf aufbauenden repräsentativen Online-Erhebung (Modul 2) wurden 10 unterschiedliche Nutzungsmuster identifiziert, die sich aus der Kombination von Tageszeit, Genre, Stimmung, Konzentration und Motiv ergeben. Diese sind: "Genüsslich entspannen", "Live-Erlebnis", "Informieren", "Sich beschäftigen/Dinge erledigen", "Routine/Tradition", "Persönliches Interesse", "Sich berieseln lassen", "Alltagssorgen vergessen", "Unterhaltung" und "Zapping/Hängenbleiben". All diese Moods werden von einem Großteil des Publikums regelmäßig erlebt und sind demnach gleichermaßen relevant.

Bewegtbild ist vielseitig

Insgesamt zeigt die Studie, dass Video-Nutzung, insbesondere im Hinblick auf die Aufmerksamkeit der Rezipienten und deren emotionaler Verfassung, sehr gut über die 10 Moods beschrieben werden kann. Bei TV werden all diese Moods häufig erlebt. SVOD spielt hingegen nur bei "Unterhaltung", "Genüsslich entspannen" und "Alltagssorgen vergessen" eine relevante Rolle und deckt damit ein deutlich kleineres Spektrum der Videonutzung ab.


Es wird immer wichtiger zu verstehen, wie Bewegtbild genutzt wird, um Werbung noch zielgenauer aussteuern zu können und die Wirkung zu optimieren. Die in den ersten beiden Modulen der Studie gewonnenen Erkenntnisse zeigen, dass die Betrachtung von Nutzungsmustern die Mediaplanung sinnvoll ergänzen kann. Ein drittes Modul ist derzeit in Arbeit und geht der Fragestellung nach, welche psychologische Funktion die identifizierten Moods erfüllen. Diese psychologische Vertiefung wird im Alltagsstudio des Forschungsinstituts concept m durchgeführt, die Ergebnisse werden im September 2022 veröffentlicht. 

Im nächsten Jahr wird der Fokus dann auf das Thema Werbewirkung gerichtet: In drei weiteren Modulen soll der Zusammenhang von Spotkreation, Moods und Werbewirkung untersucht werden. Dabei wird es insbesondere um die Fragestellung gehen, welche Spots in welchen Moods eine besonders starke Wirkung erzielen.

 

Screenforce-Studie „Mapping the Moods“

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